Das Schwarze Haus zu Solingen als Museum der Künstlerkolonie

Herr Dr. Haroun Ayech ist im Jahr 2021 Besitzer der historischen Liegenschaft in der Neuenkamperstrasse 163 in Solingen geworden, die unter den Namen „Schwarzes – und Rotes Haus“ der Ort des Wirkens der Künstlerkolonie zum Schwarzen Haus war, welches Erwin Bowien (1899-1972) im Jahre 1945 nach seiner Rückkehr aus dem holländischen Exil ins Leben rief. Es besteht nun die einmalige Gelegenheit diese Liegenschaft zu einem Museum / einem begehbaren Ort zu gestalten.

Seit vielen Jahren wünschen sich kunstinteressierte Bürger und Bürgerinnen, ein Museum, welches die Geschichte dieser einmaligen Künstlerkolonie darstellt. – so einzigartig wie die bewegte Geschichte des Ortes soll es sein. Lebendig und teilhabe orientiert. Das Museum soll nicht nur die Geschichte der international tätigen Künstler dokumentieren. Es soll auch die lokale Geschichte in einer eigenen Ausstellung würdigen und den historisch interessierten Menschen einen Einblick in die industrielle Vergangenheit der Region bieten.

Die Besucher sollen das Leben und Wirken des Malers Erwin Bowien (1899-1972) sowie dessen wichtigsten Schüler Bettina Heinen-Ayech (1937-2020) und Amud Uwe Millies (1932-2008) kennenlernen, aber auch der wichtigsten Freunde Erwin Bowiens, des Lyrikers Hanns Heinen (1895-1961) und seiner Gattin der Salondame Erna Heinen-Steinhoff (1868-1969).

Die Liegenschaft ist in doppelter Hinsicht museumswürdig: als Industriedenkmal des 18. Jahrhunderts, als das sogenannte Schwarze Haus – ein verschiefertes Bergisches Fachwerkhaus – im Rahmen der Gründung der Bleimine „Kleeblatt“ als sogenanntes „Steigerhaus“ errichtet wurde und somit ein seltenes Relikt der Montanindustrie aus dieser Zeit darstellt und als Ort der Kunst, da es Sitz der Künstlerkolonie des „Schwarzen Hauses“ wurde.

Herr Dr. Ayech plant nun die Bedingungen zu schaffen, das ursprüngliche Zuhause der Künstlerfamilie Heinen samt Künstlerwerkstatt restaurieren zu lassen und dem Zweck eines Museums zuzuführen. Der Gebäudekomplex soll für Ausstellungen, als Museumsshop und als Café genutzt werden. Herr Ayech plant zu diesem Zweck die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung.